
Sammelbestellung aufteilen: Liefergebühr, Trinkgeld und Rabatte fair abrechnen
Wer zahlt die Liefergebühr, wie wird das Trinkgeld geteilt und wem gehört der Rabatt? So rechnet ihr eine Sammelbestellung im Büro oder unter Freunden fair ab.
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Freitag, 11:40 Uhr, im Teamchat: "Ich bestell beim Thai um die Ecke, wer will was?" Sechs Leute antworten, eine Person bestellt, zahlt 84,88 Euro und schreibt danach "jeder schickt mir einfach, was er hatte". Zwei überweisen den Menüpreis, einer rundet auf, einer zahlt bar mit einem Zehner und will das Restgeld später, einer vergisst es bis Mittwoch. Über die Liefergebühr hat niemand gesprochen, über das Trinkgeld auch nicht, und dass es 10 Prozent Rabatt gab, weiß nur die Person, die bestellt hat.
Dieser Artikel zeigt, wie eine Sammelbestellung sauber abgerechnet wird: welche Kosten pro Gericht und welche pro Kopf verteilt werden, was mit Rabatten und Gutscheinen passiert und wie eine Bestellung für sechs Personen komplett durchgerechnet aussieht.
Die kurze Antwort
Bei einer Sammelbestellung zahlt jede Person ihr eigenes Gericht zum tatsächlich bezahlten Preis und einen gleichen Anteil an den festen Kosten der Bestellung: Liefergebühr, feste Servicegebühr, Trinkgeld. Rabatte des Restaurants werden anteilig weitergegeben. Die bestellende Person legt aus und bekommt die Anteile am selben Tag zurück.
Wie jede Position verteilt wird:
| Position | Verteilt nach | Warum |
|---|---|---|
| Gerichte und Getränke | Wer was bestellt hat | Klar zuordenbar |
| Liefergebühr | Gleich pro Kopf | Fällt einmal pro Bestellung an |
| Servicegebühr (fester Betrag) | Gleich pro Kopf | Fällt einmal pro Bestellung an |
| Servicegebühr (in Prozent) | Anteilig nach Bestellwert | Wächst mit dem Bestellwert |
| Kleinbestellzuschlag | Gleich pro Kopf | Betrifft die ganze Bestellung |
| Trinkgeld | Gleich pro Kopf | Vorher gemeinsam festgelegt |
| Rabatt des Restaurants oder Aktion | Anteilig nach Bestellwert | Gilt für alle Gerichte |
| Persönliches Guthaben, Treuepunkte | Bleibt bei der bestellenden Person | Ist ihr eigenes Geld |
Die drei Regeln, an denen sich alles entscheidet:
- Abgerechnet wird nach dem Kassenbon, nicht nach der Speisekarte. Wer den Menüpreis überweist, ignoriert Rabatte und Gebühren gleichzeitig.
- Trinkgeld und Gebühren werden vor dem Abschicken angesagt. Danach traut sich niemand mehr, danach zu fragen.
- Bezahlt wird am selben Tag. Beträge unter 20 Euro, die nicht sofort zurückkommen, kommen oft gar nicht mehr.
Was ist eine Sammelbestellung?
Eine Sammelbestellung ist eine Bestellung, die eine Person für mehrere Leute beim selben Restaurant oder über denselben Lieferdienst aufgibt. Typisch ist das Mittagessen im Büro, der Spieleabend in der WG, die Filmnacht bei Freunden oder das Abendessen nach einem langen Umzugstag.
Sie hat einen klaren Vorteil: Gebühren fallen nur einmal an, und der Mindestbestellwert ist fast immer erreicht. Und einen klaren Nachteil: Eine Person streckt für alle anderen Geld vor, meistens zwischen 50 und 150 Euro, und muss es in fünf oder zehn Einzelbeträgen zurückholen.
Von der Rechnung im Restaurant teilen: getrennt zahlen oder einer legt aus unterscheidet sich die Sammelbestellung in drei Punkten. Getrennt zahlen ist nicht möglich, weil der Lieferdienst nur eine Zahlung annimmt. Es gibt Posten, die zu keinem Gericht gehören. Und die Person, die bestellt, sieht als einzige die vollständige Rechnung mit allen Gebühren und Rabatten.
Warum sich eine Sammelbestellung lohnt
Bestellen sechs Personen einzeln beim selben Restaurant, zahlt jede die volle Liefergebühr und die Servicegebühr. Bei einer gemeinsamen Bestellung fallen sie nur einmal an.
| Sechs Einzelbestellungen | Eine Sammelbestellung | |
|---|---|---|
| Liefergebühr (2,99 €) | 17,94 € | 2,99 € |
| Servicegebühr (0,99 €) | 5,94 € | 0,99 € |
| Gebühren gesamt | 23,88 € | 3,98 € |
| Gebühren pro Person | 3,98 € | 0,66 € |
Dazu kommt der Kleinbestellzuschlag, den viele Plattformen erheben, wenn eine Bestellung unter dem Mindestbestellwert von meist 10 bis 20 Euro liegt. Eine einzelne Suppe für 8,50 Euro kostet allein oft mehr Gebühren als Essen. In der Sammelbestellung fällt der Zuschlag weg.
Diese Ersparnis ist auch das Argument dafür, die festen Gebühren gleich pro Kopf zu teilen: Jede Person spart ungefähr gleich viel dadurch, dass sie mitbestellen kann, egal ob sie eine Suppe oder ein Menü mit Nachtisch nimmt.
Richtwerte: Gebühren und Trinkgeld
Die Gebühren unterscheiden sich stark nach Plattform, Restaurant und Stadt. Die folgenden Werte sind grobe Richtwerte mit Stand September 2026 und ersetzen nicht den Blick auf die eigene Rechnung.
| Posten | Übliche Spanne |
|---|---|
| Liefergebühr | 0 bis 5 € pro Bestellung |
| Servicegebühr | 0,49 bis 2,99 € oder einige Prozent vom Bestellwert |
| Mindestbestellwert | 10 bis 20 € |
| Kleinbestellzuschlag | Differenz zum Mindestbestellwert, oft gedeckelt |
| Trinkgeld, einzelne Bestellung | 1 bis 2 € |
| Trinkgeld, Sammelbestellung | 1 bis 1,50 € pro Person oder rund 10 % vom Warenwert |
Beim Trinkgeld lohnt es sich, die Sammelbestellung anders zu behandeln als eine einzelne Lieferung. Wer sechs Portionen in drei Tüten in den vierten Stock trägt, hat mehr Arbeit als bei einer Pizza. Zwei Euro für sechs Leute wirken knauserig, obwohl jede Person einzeln nie weniger als einen Euro gegeben hätte.
Rabatte, Gutscheine und Guthaben
Hier entstehen die meisten stillen Ungerechtigkeiten, weil nur die bestellende Person sieht, was auf der Rechnung passiert.
Rabatt des Restaurants oder allgemeine Aktion. Zehn Prozent auf alles, ein Gratisgetränk ab 50 Euro, eine Aktion der Plattform, die jeder bekommt: Dieser Rabatt gilt für die gesamte Bestellung und wird anteilig an alle weitergegeben. Am einfachsten rechnet ihr dafür jedes Gericht mit dem Rabatt herunter.
Ein Rabatt, den erst die Sammelbestellung ausgelöst hat. Gibt es fünf Euro Rabatt ab 60 Euro Bestellwert, hat die ganze Gruppe den Rabatt gemeinsam erreicht. Auch er wird anteilig verteilt.
Persönliches Guthaben, Treuepunkte, Neukundengutschein. Das ist Geld der bestellenden Person, das sie sich woanders verdient oder bezahlt hat. Sie darf es für die Sammelbestellung einsetzen und die anderen trotzdem den vollen Betrag zahlen lassen. Fair ist das aber nur, wenn sie es vorher sagt: "Ich zahl mit meinem Guthaben, ihr zahlt ganz normal eure Anteile." Wer den Vorteil still behält, hat formal nichts falsch gemacht und verliert trotzdem Vertrauen, sobald es jemand auf dem Bildschirm sieht.
Ein Gratisgericht ab einem bestimmten Bestellwert. Wird es einer Person zugeteilt, zahlt sie für dieses Gericht nichts. Ist es eine Beilage für alle, wird es wie ein gemeinsamer Posten behandelt, der nichts kostet.
Beispielrechnung: Freitagsessen für sechs
Sechs Kolleginnen und Kollegen bestellen am Freitag beim Thai. Fiona bestellt über ihr Konto und zahlt. Das Restaurant gibt freitags 10 Prozent auf alle Gerichte. Vorher angesagt: 8 Euro Trinkgeld, gleich verteilt.
Schritt 1: Gerichte mit Rabatt
| Person | Menüpreis | Nach 10 % Rabatt |
|---|---|---|
| Anna | 12,90 € | 11,61 € |
| Ben | 9,50 € | 8,55 € |
| Cem | 14,20 € | 12,78 € |
| Dana | 11,80 € | 10,62 € |
| Emil | 16,90 € | 15,21 € |
| Fiona | 15,70 € | 14,13 € |
| Summe | 81,00 € | 72,90 € |
Schritt 2: feste Kosten der Bestellung
| Posten | Betrag |
|---|---|
| Liefergebühr | 2,99 € |
| Servicegebühr | 0,99 € |
| Trinkgeld | 8,00 € |
| Summe | 11,98 € |
Durch sechs sind das 1,9967 Euro pro Kopf. Die fünf anderen zahlen jeweils glatt 2,00 Euro, Fiona trägt die zwei Cent Differenz und zahlt 1,98 Euro. Eine einfache Regel für Rundungen: Die Cents bleiben bei der Person, die bestellt hat, in beide Richtungen.
Schritt 3: wer schuldet Fiona was
| Person | Gericht | Gebühren und Trinkgeld | Anteil |
|---|---|---|---|
| Anna | 11,61 € | 2,00 € | 13,61 € |
| Ben | 8,55 € | 2,00 € | 10,55 € |
| Cem | 12,78 € | 2,00 € | 14,78 € |
| Dana | 10,62 € | 2,00 € | 12,62 € |
| Emil | 15,21 € | 2,00 € | 17,21 € |
| Fiona | 14,13 € | 1,98 € | 16,11 € (selbst) |
| Summe | 72,90 € | 11,98 € | 84,88 € |
Fiona hat 84,88 Euro gezahlt und bekommt 68,77 Euro zurück. Ihr eigener Anteil sind 16,11 Euro.
Der Vergleich mit den zwei häufigsten falschen Rechnungen:
| Person | Richtig | Alles durch sechs | Nur Menüpreis |
|---|---|---|---|
| Anna | 13,61 € | 14,15 € | 12,90 € |
| Ben | 10,55 € | 14,15 € | 9,50 € |
| Cem | 14,78 € | 14,15 € | 14,20 € |
| Dana | 12,62 € | 14,15 € | 11,80 € |
| Emil | 17,21 € | 14,15 € | 16,90 € |
| Fiona bekommt zurück | 68,77 € | 70,75 € | 65,30 € |
Alles durch sechs lässt Ben 3,60 Euro zu viel zahlen, damit Emil 3,06 Euro spart. Einmal ist das egal. Bei einem Team, das jeden Freitag bestellt, sind das für Ben im Jahr über 150 Euro für Essen, das andere gegessen haben.
Nur Menüpreis wirkt großzügig, weil alle weniger zahlen. Tatsächlich bleibt Fiona auf 3,47 Euro sitzen: Sie verliert die 10,00 Euro, die ihr die anderen für Gebühren und Trinkgeld schulden, und behält die 6,53 Euro Rabatt, die eigentlich ihnen zustehen. Wer jede Woche bestellt, zahlt so drauf, und wer den Rabatt anders herum vergisst, verdient an der Bestellung, ohne es zu wollen.
Im Büro: jede Woche eine andere Person
Bestellt ein Team regelmäßig, legt fast nie dieselbe Person aus. Diese Woche Fiona, nächste Woche Ben, dann Dana. Wer jede Bestellung sofort einzeln begleicht, schickt bei sechs Leuten und vier Bestellungen im Monat bis zu zwanzig kleine Überweisungen hin und her.
Einfacher ist es, die Beträge laufend einzutragen und einmal im Monat zu verrechnen. Dann gleichen sich die Auslagen gegenseitig aus, und bei sechs Personen bleiben höchstens fünf Überweisungen übrig, meist weniger. Wie diese Verrechnung funktioniert, steht in Wer schuldet wem was? Schulden in der Gruppe einfach berechnen. In Schuldnix legt ihr dafür eine Gruppe für das Mittagessen an, tragt jede Sammelbestellung mit den einzelnen Anteilen ein, und die App zeigt am Monatsende, wer wem wie viel überweist.
Zwei Regeln halten eine solche Runde am Leben:
- Wer neu dazukommt, bestellt nicht als Erstes. Neue Kolleginnen und Kollegen sollten nicht in der ersten Woche 90 Euro für Leute auslegen, die sie kaum kennen.
- Wer das Team verlässt, rechnet vorher ab. Sonst steht nach dem Abschied ein Minus im Raum, das niemand mehr ansprechen will.
Übernimmt der Arbeitgeber das Essen, stellt sich die Frage nicht. Nach den Lohnsteuerrichtlinien bleibt Essen, das der Arbeitgeber bei einem außergewöhnlichen Arbeitseinsatz stellt, bis 60 Euro pro Person in der Regel steuerfrei. Fragen lohnt sich also, besonders bei Terminen, die ohnehin über die Mittagspause gehen. Für die Getränke im Büro gilt ein eigenes Modell, beschrieben in Kaffeekasse im Büro: Beitrag, Strichliste und faire Abrechnung.
Unter Freunden und in der WG
Bei einem Spieleabend oder einer Filmnacht ist die Sammelbestellung oft Teil einer Einladung. Dann gilt eine einfache Frage: Hat die Gastgeberin gesagt, dass sie das Essen übernimmt? Wenn ja, gibt es keine Abrechnung. Wenn nicht, bezahlt jede Person ihren Anteil wie im Büro, und die Gastgeberin zahlt ihren eigenen Anteil mit. Wer Getränke und Snacks für den Abend gekauft hat, kann sie auf dieselbe Weise verteilen, wie es in Partykasse: Kosten für Feiern fair aufteilen beschrieben ist.
In der WG wird oft zusammen bestellt, ohne dass es sich wie ein Anlass anfühlt. Gerade deshalb geht es unter. Wer mehrmals im Monat für die Mitbewohner auslegt, trägt die Beträge am besten direkt in dieselbe Liste ein, in der auch Einkäufe und Putzmittel landen.
Geteilte Gerichte. Zwei große Pizzen für vier Personen oder eine Portion Frühlingsrollen für den ganzen Tisch werden unter denen geteilt, die davon essen, und nicht unter allen, die mitbestellt haben. Wer nur seine eigene Suppe hatte, zahlt die Frühlingsrollen nicht mit.
Getränke und Pfand. Getränke gehören zu der Person, die sie bestellt hat. Das Pfand für Flaschen ist eine Kleinigkeit, die bei der Person bleibt, die sie zurückbringt.
Sonderfälle
Absage nach dem Bestellen. Wer absagt, nachdem die Bestellung abgeschickt ist, zahlt sein Gericht und seinen Anteil an den Gebühren. Wer vorher absagt, zahlt nichts, und die Gebühren teilen sich unter den übrigen auf.
Falsches oder fehlendes Gericht. Die Erstattung gehört der Person, deren Gericht gefehlt hat. Bis sie eingeht, zahlt diese Person nur ihren Gebührenanteil. Kommt statt Geld nur ein Gutschein auf das Konto der bestellenden Person, bekommt die betroffene Person trotzdem ihr Geld. Der Gutschein bleibt dann bei der bestellenden Person, die ihn beim nächsten Mal selbst einlöst.
Jemand bestellt deutlich mehr. Das ist kein Problem, weil jede Person ihr eigenes Gericht zahlt. Problematisch wird es nur, wenn die Gruppe alles durch die Anzahl der Köpfe teilt.
Jemand zahlt bar. Bargeld ist in Ordnung, aber nur passend. Wer mit einem Zehner für 7,40 Euro zahlt und das Wechselgeld später haben will, erzeugt eine zweite Schuld in die andere Richtung.
Große Gruppen. Ab etwa zehn Personen lohnt ein Anruf direkt beim Restaurant. Viele liefern bei größeren Mengen selbst, ohne Plattformgebühr, und die Rechnung wird übersichtlicher.
Wie das Geld zurückkommt
Das eigentliche Problem einer Sammelbestellung ist selten die Rechnung, sondern das Einsammeln. Fünf Beträge zwischen 10 und 17 Euro fühlen sich einzeln zu klein an, um nachzufragen, und zusammen sind sie ein Wocheneinkauf.
Drei Dinge helfen:
- Die Anteile gleich nach der Bestellung in den Chat schreiben, mit der Rechnung als Bild. Dann sieht jede Person, woraus ihr Betrag besteht, und niemand muss nachrechnen.
- Überweisung am selben Tag. Seit Oktober 2025 dürfen Banken im Euroraum für eine Echtzeitüberweisung nicht mehr verlangen als für eine normale, sie ist also in der Regel kostenlos und in Sekunden da.
- Nachfragen ohne Umweg. Wer nach drei Tagen noch nicht gezahlt hat, bekommt eine kurze, direkte Nachricht mit dem Betrag. Formulierungen dafür stehen in Geld von Freunden zurückfordern, ohne dass es awkward wird.
Fünf typische Fehler
Abrechnen nach Menüpreis. Rabatte und Gebühren verschwinden aus der Rechnung, und am Ende zahlt oder gewinnt die bestellende Person, ohne es zu merken.
Trinkgeld erst nach der Lieferung klären. Dann gibt die bestellende Person spontan etwas, und niemand fragt, ob es geteilt wird.
Alles durch die Anzahl der Köpfe. Bei einer Pizzarunde mit gleichen Pizzen funktioniert das, bei einer Bestellung mit Suppen und Menüs nicht.
Persönliches Guthaben still verrechnen. Wer mit eigenen Treuepunkten zahlt, sollte es sagen, ob er den Vorteil teilt oder nicht.
Keine feste Zahlungsfrist. Beträge, die nicht am selben Tag kommen, werden über die Wochen zu einem stillen Minus bei der Person, die am häufigsten bestellt.
Fazit
Eine Sammelbestellung spart Geld, solange die Abrechnung zwei Arten von Kosten auseinanderhält: die Gerichte, die jede Person selbst zahlt, und die festen Kosten der Bestellung, die sich alle gleich teilen. Rabatte des Restaurants gehören allen, persönliches Guthaben gehört der Person, die bestellt hat, und Trinkgeld wird vorher angesagt.
Wer die Anteile mit der Rechnung direkt nach dem Bestellen verschickt und am selben Tag das Geld bekommt, braucht dafür zwei Minuten. Wer jede Woche im Team bestellt, trägt die Bestellungen laufend ein und rechnet einmal im Monat ab, statt zwanzig Kleinbeträge einzeln hinterherzulaufen.
Häufige Fragen
Bei einer Sammelbestellung bestellt eine Person für mehrere Leute gleichzeitig beim selben Restaurant oder Lieferdienst. Sie zahlt die ganze Rechnung und bekommt die Anteile danach von den anderen zurück. Das spart Liefergebühren und erreicht fast immer den Mindestbestellwert, macht aber aus einem Mittagessen eine kleine Abrechnung zwischen mehreren Personen.
Feste Gebühren wie Liefergebühr, feste Servicegebühr und Kleinbestellzuschlag werden gleichmäßig pro Kopf geteilt, weil sie pro Bestellung anfallen und nicht pro Gericht. Berechnet die Plattform die Servicegebühr als Prozentsatz vom Bestellwert, wird sie im selben Verhältnis wie die Gerichte aufgeteilt. Wer am wenigsten bestellt hat, profitiert am meisten davon, überhaupt mitbestellen zu können.
Beim Einzelessen sind 1 bis 2 Euro pro Lieferung üblich. Bei einer Sammelbestellung trägt der Fahrer mehrere Tüten, deshalb sind 1 bis 1,50 Euro pro Person oder rund 10 Prozent des Warenwerts angemessen. Das Trinkgeld wird am einfachsten pro Kopf geteilt und vorher angesagt, damit es nicht an der bestellenden Person hängen bleibt.
Ein Rabatt des Restaurants oder eine allgemeine Aktion gilt für die ganze Bestellung und wird anteilig an alle weitergegeben. Persönliches Guthaben, Treuepunkte oder ein Neukundengutschein aus dem Konto der bestellenden Person sind dagegen ihr eigenes Geld. Sie kann den Vorteil teilen, muss es aber nicht, sollte ihre Entscheidung aber vor der Bestellung ansagen.
Ja, sobald die Bestellung abgeschickt ist, zahlt jede Person ihr Gericht und ihren Anteil an den Gebühren, auch wenn sie es nicht mehr isst. Das Restaurant hat gekocht, und die bestellende Person hat das Geld bereits ausgelegt. Wer vor dem Abschicken absagt, zahlt dagegen nichts.
Die Erstattung des Lieferdienstes geht an die Person, deren Gericht gefehlt hat, auch wenn sie auf dem Konto der bestellenden Person landet. Bis sie da ist, zahlt die betroffene Person nur ihren Gebührenanteil. Kommt statt einer Erstattung nur ein Gutschein, bekommt die betroffene Person den Betrag trotzdem in Geld, und der Gutschein bleibt bei der Person, deren Konto ihn erhalten hat.
